Steuerungsoptionen für Abfüll- und Verpackungsanlagen

Abfüll- und Verpackungsanlagen bestehen häufig aus einzelnen Modulen wie z.B. Portionierer oder Abfülleinheit, Primärverpacker, Etikettierer, Kartonaufrichter, Zähler / Abfüller, Check Weigher, Kartonverschliesser etc., die zu einer Gesamtanlage zusammengestellt werden.

Der Vorteil einer konsequenten Gestaltung in autonomen Einheiten liegt darin, dass Änderungen der Anforderungen mit kleinem Aufwand realisiert – oder aber, dass Einheiten bei Erreichung des Lebensalters einfacher ausgetauscht werden können. Als unterste Stufe ist eine steuerungsmässige Autarkie der Module denkbar, die durch Staustrecken verbunden werden.

Aspekte der Sicherheit, beziehungsweise der Arbeitsoptimierung führen zu Vernetzungen unterschiedlichen Ausmasses. Die Zusammenführung von Not-Aus Ketten stellt den Start dazu dar. Der Austausch von Statussignalen bildet den nachfolgenden Schritt. Damit ist der Bediener in der Lage, Abweichungen vom Normalzustand der Anlage unmittelbar zu erkennen und darauf zu reagieren. Je nach Niveau der Lösung können sie unterschiedlich intelligent und detailliert konzipiert werden.

Neben der Sicherheit und der schnellen Erkennung von Störungsursachen, sind in unserem Fall die Takt- und Umstellungszeiten auf verschiedene Produkte wichtig.

Eine zentrale Steuerung in Kombination mit teilautonomen Lösungen ermöglicht es, die Module und deren Einstellungen zentral zu verwalten. Die einzelnen Module sind über ein industrielles Netzwerk mit der zentralen Steuerung verbunden. Die Einstellparameter der Teilanlagen (Module) sind in Form einer Rezeptur gespeichert. Produktionsanpassungen werden entsprechend in Form von Rezepturen definiert und verwaltet. Eine Produktumstellung erfolgt mit der Wahl einer neuen Rezeptur – und die relevanten Parameter werden über die Schnittstellen an die Module verteilt. Damit lassen sich Umstellungen beschleunigen, und Bedienerfehler minimieren.

Fortschrittliche Lösungen kombinieren die Rezepturverwaltung mit der Protokollierung, der Alarmierung und der Kontrolle der Produktionslinie. Sämtliche Teilanlagen sind vernetzt. Die Schnittstellen zwischen den Maschinen sind standarisiert. Funktionell kann das Hoch- und Abfahren der Anlage, oder die Synchronisation der Module etc. gesteuert oder geregelt erfolgen. Störungen einzelner Module werden unmittelbar ausgewertet. Die Produktionsdaten werden ans Leitsystem übermittelt. Je nach Budget und Systemanforderung kann die Steuerung über ein MES (Manufacturing Execution System, z.B. Simatic-IT von Siemens) an externe Planungssysteme angeschlossen werden (z.B. SAP).

Von einfachen Lösungen die die Anlagenbetreiber unterstützen, bis auf die Integration der Anlage in ein ERP System bieten sich unzählige Lösungsvarianten. Die Analyse / Diskussion der Anforderungen an die Steuerung ermöglicht es, massgeschneiderte Lösungen zu definieren und umzusetzen. Wir unterstützen Sie gerne dabei.